Ein Gutes Neues Jahr

Photo (Pexels) by Quintin Gellar – High Angle View of Cityscape Against Cloudy Sky


Ein Neues Jahr ist kein Bruch – es ist die Fortsetzung Ihrer persönlichen Geschichte im Kreislauf der Jahreszeiten.

Ein Gutes Neues Jahr! – Allen Lesenden bei Johntext.

Wieder ist ein Jahr vorbei. Wie kann es sein, dass 365 Tage in einen Satz passen? Ein schönes Neues Jahr! Wir packen die Zukunft in den nächsten Satz und gleich die besten Wünsche dazu. Sprache ist ein biegsames Medium – wie Weizen auf dem Feld und ebenso nahrhaft. Wir formulieren Sätze und geniessen Worte und bündeln Wünsche – als Sender und Empfänger.

Wir hören Ein Gutes Neues Jahr und für jeden bedeutet es etwas anderes. Für die einen ist es eine Floskel – so wie man sich entschuldigt oder bedankt oder eine Flagge hisst und unter einem guten Stern segelt. Für die anderen ist es ein Gefäss mit dem Inhalt aller Geschehnisse eines Jahres. Für Kranke bedeutet ein Gutes Neues Jahr Besserung und gesund werden. Für Einsame neue Freundschaft oder belebte Liebe. Für Zufriedene Kontinuität. Was ist für Sie ein Gutes Neues Jahr?

Ein Gutes Neues Jahr – Platzhalter für individuelle Wünsche

Geld

Ein Element des alten und des neuen Jahres ist Geld. Geld regiert die Welt – sagt man. Wir lieben es – diesen Schlüssel zu allem, was sich kaufen lässt.

Und doch – es gibt ein sehr viel wertvolleres Gut das weit über Geld und dessen Möglichkeiten steht – der Schlüssel zu allem, der Generalschlüssel gewissermassen.

Schauen Sie sich um. Wenn Sie möchten. Sehen Sie, was diese Welt ausmacht? Geld hat sie nicht erschaffen. Geld ist ein Teil von ihr. Ein künstliches Zahlenkonstrukt – ausgedacht, um uns das Leben zu erleichtern. Und oft der Zaun, der uns unsere Grenzen aufzeigt und Menschen definiert:

– Wieviel ist meine Arbeit wert?
– Was kann ich mir leisten?
– Bin ich erfolgreich?

Geld hat eine Nebenwirkung – eingeführt, um den Wert von Waren zu bestimmen und Handel zu erleichtern – führt es auch dazu, dass Menschen daran gemessen werden wieviel sie davon haben. Das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz offenbart uns in der Dezember Ausgabe die 300 Reichsten der Schweiz. Demnach besitzen diese zusammen 702 Milliarden Franken.

Menschen, die sich darauf programmiert haben aus Mehr noch Mehr zu machen. Aus Prinzip. Oder aus Spieltrieb.

Positiver Nebeneffekt: Arbeitsplätze entstehen und bleiben erhalten.

Negative Begleiterscheinung: Riesige Vermögen sind oft statisch in Händen von Menschen, die sparsam – ja oft geizig damit umgehen und entziehen diese dem Wirtschaftskreislauf. Aus Angst vor dem Risiko es zu verlieren. Verständlich. Durch Negativzinsen versucht man sie zu zwingen, Geldvermögen zu investieren und in den Wirtschaftskreislauf zurükzuführen.

Geld vermehrte sich auf Konten durch Zinsen zauberhaft. Und überstieg die tatsächliche im Umlauf befindliche Geldmenge um ein Mehrfaches. Ein Krisenszenario das das ganze System zum Kippen bringen könnte: Aufgeschreckt durch eine Hiobsbotschaft stürmen Sparer die Banken und versuchen ihr Geld abzuheben – diese müssen schliessen – all die Zahlen auf Kontoauszügen sind beeindruckend und virtuell und bezeugen wohl eine Schuld der Bank gegenüber den Kunden – aber nicht die Zahlungsfähigkeit der Bank (siehe dazu mein Artikel Martin Suters Neues Buch).

Sprache

Bei Geld denken wir an Währung und Reichtum. Sätze und Worte – Worte und Sätze sind die Universalwährung – gleichzeitig wertvoll und frei verfügbar und universell einsetzbar.

Die Universalwährung Sprache garantiert das Unmögliche. Wir lassen mit Worten weisse Friedenstauben auffliegen. Ein Gutes Neues Jahr bedeutet vielen zuerst Frieden und Sicherheit. Für die einen ist es der Weltfriede. Für andere der persönliche emotionale Waffenstillstand – die Beziehung zum Partner und ein ruhiges, angenehmes und inspirierendes Familienleben.

Lange bevor Tauschwährung und später Geld aufkam – redeten wir. Schien die Sonne, beschrieben wir den Zustand als warm. Brannte in der Höhle des Nachts das Feuer genossen wir es und wir nannten das zugehörige Gefühl wohlig und die Atmosphäre gemütlich.

So beschreibt Sprache alles, was geschieht und geschah. Und noch viel wichtiger – sie beschreibt alles, was geschehen wird.


Lange vor Harry Potter und noch lange danach gibt und gab es einen Bestseller – die Bibel. Ich bin nicht besonders gläubig im Sinne von jeden Sonntag in die Kirche gehen. Und doch gehen diese Geschichten inmitten all der Geschichtsfluten durch Social Media unter die Haut.

Wieso ist das so?

Diese Geschichten zeigen die Kraft des Glaubens. Ausgerichtet auf Gott. Und von Gott auf uns. Und von uns auf unsere Mitmenschen.

Kraft und Glauben

Jeder Physiker wird Ihnen erklären, dass Kraft und Energie für sich nichts ist – ausser sie bekommt eine Richtung und entfaltet Wirkung. Die Bibel zeigt, was wir längst ahnten – unsere Kraft wird im Glauben gebündelt. Und gleichzeitig neutralisiert: Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.

Wieso?

Wir alle wissen, dass frisch Verliebte einige Jahre mit sich selbst beschäftigt sind und kaum nach aussen wirken. Die unglaubliche Kraft, die in jungen Jahren in uns schlummert und destruktiv wirken kann, wird durch Liebe neutralisiert. Gut so!

Und erkennen wir später, dass und wie wir diese Kraft zum Guten nutzen können bekommen wir Zugang zu ihr.

2015 durfte ich Al Imfeld in Zürich interviewen – ein begnadeter Journalist und Autor. Er wohnte an der Konradstrasse beim Hauptbahnhof. Er sagte im Interview etwas, wofür ihm im Mittelalter die Inquisition gedroht hätte: Der Gott sind wir. Nein, es war keine Aussage, er stellte eine Frage –> Seid ihr selbst der Gott?

Ich bewundere Menschen, die gläubig sind – egal welcher Religion sie angehören. Es ist als hätten sie mit dem Glauben ein unglaublich festes Fundament ihres Lebens errichtet. Sie gehen ihren Weg unbeirrbar.

Und dann schaue ich mich um und sehe – es gibt Leben ohne nach aussen sichtbaren Glauben. Und Erfolg. Und Erfüllung. Wie kann das sein?

Es gibt Glauben innerhalb und ausserhalb der Religionen. Und das ist gut so.

Glauben ist ein Gefühl, sage ich mir also. Der Glaube, der in den Geschichten der Bibel steckt, besteht aus Gefühlen und Worten, die diese starken Gefühle transportieren.

Somit liesse sich die gleiche Kraft erzeugen und entnehmen, wenn konstante Gefühle mit Worten kombiniert werden – unsere eigenen Worte? In der Wiederholung gewinnt diese Kombination Kraft und Aussage.

Denken Sie nur an: Ich liebe dich!

Und schauen Sie sich um, was diese drei Worte geschaffen haben. Was Menschen aus Liebe zu ihrer Familie und ihrem Partner erreichen können. Ein Beispiel dafür ist das Foto das ich für diesen Kommentar gewählt habe.

Diese Kombination aus Wort und Gefühl ist unschlagbar. Alle unsere Erinnerungen sind im Bewusstsein und Unterbewusstsein abgelegt – gute wie schlechte. Und denken wir an etwas besonders Schönes – unsere erste Liebe, eine Reise an einen wunderschönen Ort, eine Begegnung mit einem besonderen Menschen – so durchströmt uns ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit und womöglich Euphorie.

Und ist die Gegenwart heute nicht so spektakulär – weder wetter- noch gefühlsmässig – geht es uns besser, wenn wir an diese besonderen Augenblicke der Vergangenheit denken und sie wieder fühlen.

Sprache ist weit mehr wert als Geld mit dem wir den Translator kaufen. Sie ist die universelle Währung, die uns Zugang zu geliebten Menschen und unsere Ziele schafft.

Sprache träufelt uns Ehrgeiz ein und Motivation. Sprache erzählt uns davon, wie andere Menschen vorgehen, um glücklich zu werden. Sprache heilt. Sprache tröstet. Sprache versöhnt.

Wenn Sie also das nächste Mal Sprache verwenden, sprechen, seien Sie sich der unglaublichen Kraft bewusst, die ihr innewohnt und die damit in Ihnen wohnt.

Eine Kraft, die Sie zum Guten verwenden können – egal was sie tun, egal wer Sie sind und egal wo Sie leben.

Und denken wir auch an jene, die so sensibel sind, dass sie uns nicht egal sein sollten. Jene, die an Sprache und unter unbedachten Worten anderer leiden.

Schauen Sie sich um – sehen Sie diese besonderen Menschen?

Die aus dem Kreislauf von Arbeit, Wohnung und Familie ausgetreten sind. Die unsere Sprache und deren Zwänge und Ansprüche nicht aushalten können …

Wieder ist ein Jahr vorbei – denkt oder sagt der Obdachlose und weiss gleichzeitig, ob es ein gutes Jahr für ihn war. Er verknüpft ein Gefühl mit dem Satz. Und dieses Gefühl steht für alles, was geschah. Quasi ein Statistikgefühl – die Durchschnittsbewertung. Witzig und erschütternd ist, dass wir Ein Gutes Neues Jahr wünschen und der Januar Obdachlosen in unseren Breitengraden zuerst Kälte bringt.

Das Leiden der Menschen in dieser Welt werden Sie nicht allein stoppen. Alle zusammen schaffen wirs. Lassen Sie sich nicht lähmen. Al Imfeld formulierte es 2015 im Interview so:

Mein Thema ist das Leiden der Menschen in dieser Welt. Das treibt mich um und an. Ich kann einfach nicht fassen, dass es so viel Elend in dieser Welt gibt.

Al Imfeld

Gottfried Keller Stiftung – Die Schatzkiste des Bundes

Die Gottfried Keller Stiftung lud zur Vernissage ins Landesmuseum Zürich

Diabild bei Vernissage Glanzlichter der Gottfried Keller Stiftung
Diabild bei Vernissage Glanzlichter der Gottfried Keller Stiftung


Glanzlichter der Gottfried Keller Stiftung

Das Landesmuseum Zürich (bis 22.04.2019) und das Museo d’arte della Svizzera italiana in Lugano (bis 28.07.2019) zeigen Werke der Gottfried Keller Stiftung.

Die Geschichte

Verheiratete Frau brennt mit ihrem Liebhaber durch.

Heutzutage reicht diese Meldung nicht einmal für die Klatschspalten der Yellow Press. Anno 1890 ein gesellschaftlicher Skandal. Zumal es sich um die Tochter vom Industriemagnaten Alfred Escher – die treibende Kraft hinter dem Bau des Gotthardtunnels – handelt. Lydia Welti-Escher ist die reichste Frau der Schweiz. Verheiratet mit Friedrich Emil Welti dem Sohn des mächtigsten Bundesrates.

Lydia Welti-Escher gemalt von Karl Stauffer
Lydia Welti-Escher gemalt von Karl Stauffer

Die Affäre droht zum Skandal zu werden. Lydia Welti-Escher will die Scheidung. Womöglich will sie ihren Geliebten, den Porträtmaler Karl Stauffer heiraten – das ist Spekulation. Damals Grund genug an ihrer geistigen Verfassung zu zweifeln. Lydia Welti-Escher wird über Monate in der Psychiatrie in Rom „entsorgt“. Karl Stauffer wird eingekerkert. Letztlich wählen beide den Freitod.


Die Stiftung

Zuvor bringt Lydia Welti-Escher ihr Vermögen in eine Stiftung ein. Ihr Name ist aus Sicht der damaligen Gesellschaft negativ belastet. Für die Stiftung wählt sie den Namen Gottfried Kellers. Er ist ein Freund, verkehrte bei ihrer Familie und verstarb 1890.

Die Gottfried Keller Stiftung unterliegt seit Anbeginn der Aufsicht des Bundesrates. Eine vom Bundesrat bestellte fünfköpfige Kommission bestimmt über den Ertrag aus dem Stiftungsvermögen und die Art der Ankäufe. Sie wird alle vier Jahre gewählt.

Aktuell setzt sich die Eidgenössische Kommission der Gottfried Keller Stiftung zusammen aus:

Franz Zelger, (Präsident)

Verena Villiger Steinauer, Directrice, Musée d’art et d’histoire, Fribourg (Mitglied)

Hortensia von Roda, Geschäftsführerin und Kuratorin der Sturzenegger-Stiftung im Museum zu Allerheiligen (Mitglied)

Sylvie Wuhrmann, Directrice du musée Fondation de l’Hermitage à Lausanne (Mitglied)

Pascal Griener, Professeur ordinaire, Université de Neuchâtel (Mitglied)

Stiftungsurkunde der Gottfried Keller-Stiftung, 1890
Stiftungsurkunde der Gottfried Keller-Stiftung, 1890

Die Chance

Das ist der Stoff, von dem Romanautoren träumen, denke ich. Und erwäge, darüber zu schreiben. Keine Option bemerke ich früh. Würde man mein Werk doch mit dem Roman Ein Bild für Lydia von Paradeschriftsteller Lukas Hartmann (verheiratet mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga) vergleichen – der diesen spannenden Stoff bereits bravourös verwertet hat.

Cover des Buches von Lukas Hartmann - Ein Bild von Lydia

19 Seiten von „Ein Bild für Lydia“ gratis als Online-Leseprobe beim Diogenes Verlag.

Das Jubiläum

2019 jähren sich die Geburtstage von Alfred Escher, dem Vater der Stifterin sowie von Gottfried Keller, dem Namensgeber der Stiftung, zum 200. Mal.
Die letzte grosse Ausstellung im Kunsthaus Zürich datiert von 1965. Deshalb soll die Sammlung und das Wirken der Gottfried Keller Stiftung nun einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Buch zur Ausstellung ist in der Boutique des Landesmuseums erhältlich.

Ein Essay des Kommissionspräsidenten Franz Zelger erzählt die Geschichte der Gottfried Keller-Stiftung und ihrer Ankäufe von der Gründung im Jahr 1890 bis heute.

Cover des Buches - Meisterwerke der Gottfried Keller- Stiftung - Mit Beiträgen von Heidi Amrein, Francesca Benini, Erika Hebeisen, Christian Hörack, Mylène Ruoss, Christian Weiss und Franz Zelger sowie Vorworten von Alain Berset, Tobia Bezzola und Andreas Spillmann.
Meisterwerke der Gottfried Keller- Stiftung

Mit Beiträgen von Heidi Amrein, Francesca Benini, Erika Hebeisen, Christian Hörack, Mylène Ruoss, Christian Weiss und Franz Zelger sowie Vorworten von Alain Berset, Tobia Bezzola und Andreas Spillmann.

216 Seiten, 106 farbige Abbildungen

ISBN 978-3-85881-629-0 (deutsche Ausgabe)

ISBN 978-3-85881-827-0 (édition française)

ISBN 978-8-77138-248 (edizione italiano)

Herausgegeben vom Schweizerischen Nationalmuseum, dem Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano, sowie dem Eidgenössischen Departement des Innern, Bundesamt für Kultur beim Verlag Scheidegger & Spiess.


Die Vernissage

Mit Freude und Begeisterung nehme ich am Abend des 13.02.2019 die Einladung zur Vernissage an. Als Privatperson. Sie findet im Landesmuseum Zürich am Hauptbahnhof am Vorabend der Ausstellungseröffnung statt. Das Landesmuseum Zürich fungiert seit 2011 als Teil des Schweizerischen Nationalmuseums.

Geladen ist ein kleiner Kreis von Gönnern, Sponsoren und herausragenden Persönlichkeiten. Erst im Nachhinein drängt es mich über den Event, die Gottfried Keller Stiftung und die tragische Liebesgeschichte ohne Happy End auf Johntext zu berichten.

Näheres zur Ausstellung auf der Webseite des Nationalmuseums.

Vernissage Glanzlichter der Gottfried Keller Stiftung am 13.02.2019 - Foto: Hans-Jürgen John
Vernissage Glanzlichter der Gottfried Keller Stiftung am 13.02.2019 – Foto: Hans-Jürgen John

Im offiziellen Teil der Vernissage schildern die Vortragenden Wissenswertes zur Stiftung, deren Geschichte und die finanzielle Situation.

  • Andreas Spillmann, Direktor Schweizerisches Nationalmuseum
  • Franz Zelger, Präsident Eidgenössische Kommission der Gottfried Keller Stiftung und emeritierter Ordinarius Universität Zürich
  • Isabelle Chassot, Direktorin Bundesamt für Kultur
  • Christian Weiss, Ausstellungskurator

Ein Bild von Lydia Welti-Escher und Gottfried Keller machen sich die Besuchenden eingangs der Ausstellung – beide von Karl Stauffer gemalt.

Es ist ergreifend wie aus einer persönlichen Tragödie etwas so Wunderbares wie der Schutz und Erhalt Schweizer Kunst im grossen Stil resultiert. Die Namen beider und ihr Schicksal bleiben so an der Oberfläche Schweizer Kunstgeschichtsschreibung präsent. Die Kraft ihrer Liebe schuf letztlich in der Stiftung ein Gedankenkind.

Lydia Welti-Escher auf Wikipedia.

Weitere Einzelheiten der Ausstellung möchte ich nicht preisgeben. Wo bleibt denn da die Spannung. Das ist ja so, als würde eine Freundin einem den Inhalt eines Buches erzählen – und dann hätte man keine Lust mehr es selbst zu lesen …


Die Investition

Immer wieder lese ich von Geboten in Millionenhöhe auf Kunstauktionen. Kunst ist eine sehr beliebte Sparte für Investitionen. Das Ziel ist Return of Investment. Das derzeit teuerste Gemälde – laut Spiegel Online nicht mehr in allerbestem Zustand wird 2017 bei Christie’s versteigert: Leonardo da Vincis Salvator Mundi wechselt für umgerechnet 381,6 Millionen Euro den Besitzer.

Einer Veräusserung zum besten Preis ist der Bund als Inhaber der Werke der Gottfried Keller Stiftung nicht verpflichtet – er soll Schweizer Kunst bewahren.
Das Ziel der Gottfried Keller Stiftung ist klar definiert:

Lydia Welti-Escher vermachte der Eidgenossenschaft 1890 einen grossen Teil ihres Vermögens mit dem Auftrag, aus den Erträgen bedeutende Werke der bildenden Kunst zugunsten der Schweizer Museen anzukaufen.
Quelle: Homepage der Gottfried Keller-Stiftung

Nur konnte sie damals nicht ahnen, dass mehrere Weltwirtschaftskrisen und die Unwägbarkeiten und Risiken jeder Anlage das Vermögen angreifen und die Erträge schmelzen lassen.

Manche reden von Misswirtschaft der Gottfried Keller Stiftung. Weil das Kapital angegriffen und nicht nur von den Erträgen Kunst erworben wurde.

Andererseits steigen bekanntermassen die Renditen im Kunstmarkt – in vorliegendem Fall seit 130 Jahren. Es wurde in Werte investiert sowohl finanziell als kunsthistorisch.
Es handelt sich um Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Goldschmiedeobjekte –> Auch durch Rückkäufe aus dem Ausland eröffnen die Werke den Zugang zu 1000 Jahren Schweizer Kunstschaffens.

Die 6.500 Werke der Sammlung werden 2008 mit 500 Millionen bis 1.5 Mrd geschätzt.
Quelle: Antwort des Bundesrates vom Dezember 2008 auf eine Anfrage vom damaligen Nationalrat und heutigem Zürcher Stadtrat Filipo Leutenegger zur finanziellen Situation der Gottfried Keller Stiftung. 

Hat der Bundesrat 2008 noch von 8.500 Werken geschrieben – sind es in den meisten Publikationen heute 6.500. Ist das Schwund? Nein. Die Sammlung hat gegen 6.500 Inventarnummern. Teilweise stecken aber sehr viele Unternummern hinter einer Inventarnummer (z.B. bei Fotografien). Beide Zahlen sind richtig – es kommt darauf an, wie einzelnes Werk definiert ist.

Wieviel die Sammlung wohl heute wert ist? Kunstwerke, die dem Markt entzogen sind dürften die Nachfrage und damit den Preis in exorbitante Höhen schnellen lassen.

So manche Sammelnden die sich auf eine Kunstrichtung oder einzelne Künstler spezialisiert haben bezahlen was die Portokasse hergibt, wenn das i-Tüpfelchen ihrer Sammlung noch fehlt.

Wie es mit der Gottfried Keller Stiftung weitergeht ist offen. Es ist wünschenswert, dass Schweizer Kunst weiterhin durch Rückkäufe aus dem Ausland geschützt und der Nachwelt erhalten bliebt. Dazu sind finanzielle Anstrengungen nötig.


Der Kunstgenuss

In über 100 Museen als Dauerleihgabe ist die Sammlung öffentlich einsehbar. Um Interessierten die Exponate in Bauten der Verwaltung, in Depots und Botschaften – die nicht öffentlich zugängig sind – zu zeigen wurde begonnen, diese online zu stellen.

Seit Ende 2018 sind Werke der Sammlung der Gottfried Keller Stiftung auf der online-Plattform «E-Pics» der ETH Zürich aufgeschaltet.

Vielen herzlichen Dank an das Schweizerische Nationalmuseum
für die Erlaubnis zur Verwendung der Fotos.

Zum Schweizerischen Nationalmuseums gehören: das Landesmuseum Zürich, das Château de Prangins und das Forum Schweizer Geschichte Schwyz sowie das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis.

Diese Museen zeigen Schweizer Geschichte bis heute und erschliessen die schweizerischen Identitäten und die Vielfalt von Geschichte und Kultur.

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Linkedin is the place to be – als Berufsnetzwerk inzwischen unerlässlich – sogar Schweizer Bundesämter hegen und pflegen dort eine Hinweisseite – hier der Artikel über den Aufbau eines persönlichen LinkedIn Accounts:

https://johntext.ch/umsonst-vernetzen/

Life is good! – A test – by Hans-Jürgen John

Life is good! – A test – by Hans-Jürgen John

— The title was chosen based on the book title of a Swiss author – Alex Capus – for german version please scroll down —

Look around! Where are you? What do you see? Take a few seconds and write it down please.

Who are you? How are you? Please take a few seconds and write it down.

That’s a simple test. You can be honest. No one but you will know the result.

In search of purpose in life and basis of existence

In 2009 I came to Switzerland. My last job in Germany earned me 6 Euro 43 Cent per hour. Lots of money for the hungry – little if you have to pay rent, insurance, taxes and many jobs require a car – mobility.

So I went to the Promised Land – Switzerland – situated in the middle of Europe – peacefully – and blessed with a high standard of living.

You are the starting point of your new life

So, did you write something down about yourself? Are you brave enough to learn something about yourself? Don’t be afraid. You’ll be surprised.

There are books, entire libraries. Only written about the meaning of life. And how to behave in order to become happy and successful.

The good news is, everything you want and you can do is in you. The challenge is: You have to decide. Ongoing.

First: Do you want to be a good person? Do you feel it? Everything that follows is dominated by it. No matter what happened before. Then it doesn’t matter if you murdered and tortured people or not. Whether you’re a Nobel Peace Prize laureate or not. Whether you’re illiterate or beggar. That’s the miracle. You are the starting point of your new life.

Look around you. Richard DiPilla founded the Global Goodwill Ambassadors initiative. Why – he explained that.

It is much more. I see people all over the world who realize that goodwill is everywhere. People honored as Global Goodwill Ambassadors are role models. Often they work almost unnoticed. And do their job. Global Goodwill Ambassadors give a face to their humanitarian work worldwide. And now GGAs present their work.

Do you remember our test?

You wrote down where you are and what you see. And who you are and how you feel.

What’s all this about? You’re gonna wonder. Remember the headline? Life is simple!

Here is the result of the test. Look at what you wrote down.

Where are you?

The sum of your choices has brought you here. Or someone else’s decision? Always make sure that you determine your destiny. Or are you comfortable following other people’s decisions? The only important thing is that you feel comfortable. Be it in the slum areas in Calcutta or the street gorges of New York.

What do you see?

If you have written: ”Heaven” – you may no longer be on earth or be a great visionary like Richard DiPilla. If you have written: “the rain – the sky cries” – work on your positive attitude. What you see you have imagined at some point and what you imagine you get – fate is more reliable than Amazon.

Maybe your attitude changes: “the rain – it brings water to so many living beings and makes the plants grow”.

Who are you?

Did you write – loser? Successful businessman? Mother or father? Victim? Or just your name? The only thing that matters is you deal with it.

It doesn’t matter what others think or say about you. You’re the one you want to be. Bad childhood? Poverty? Disability? Divorce? Troubles? No more excuses! Change what you do not like.

How are you feeling?

Here’s what you wrote down what all is really about. Some say feelings are superfluous. To show them even more.

Why?

Because they know what power have feelings. No government in the world can stop the people who want peace and freedom. No one can permanently separate a loving mother from her child. Hunger makes us walk hundreds of miles. Look around you: Look at what men created because they want to please women. Simply incredible what creates love.

Smiles - photo by Daniel Xavier
Smiles – photo by Daniel Xavier

Life is good – or it will be good the more you believe in it with all your heart and repeat this sentence of faith.

Feelings are at the beginning of every big thing. Use this knowledge. Either to change your present condition or to strengthen it.

If you like and love people, you will become a great humanitarian. Not because you choose to be one. If you do everything important in your life out of a feeling you will be successful in it.

Whether it is a religion that acts with love or people’s longing for a life after death. Feelings govern us. The same applies to faith in us or in something.

To all the traders out there – please don’t buy and sell shares and warrants as of today by feeling – we don’t need another financial crisis.

The readers who didn’t write anything down

And now what? Let’s get to the readers who didn’t write anything down. They didn’t have a pencil with them. Or no paper at hand. And no smartphone. Or worse?

What does it take to follow instructions? If only such a simple request? Not knowing where it is headed?

Trust.

Are you a person who trusts others? Even if they just show you the way to the next street corner in your life?

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Rosemary McKenzie-Ferguson – My Way

Rosemary McKenzie-Ferguson – My Way

An unexpected journey really did happen – not the Hobbit type of journey but the Rosemary type of journey.

Oddly enough as with Bilbo Baggins, I was also a reluctant participant.
My journey has split my life in two sections- there is my life as it was before my workplace injury and then my life after my injury.

Before injury

Pre-injury I – Rosemary McKenzie-Ferguson – had a very quiet life (not as ordered as a Hobbits life); I had a family, 2 cats and a dog, as well as a back yard chook yard. I sat on school committees and was involved with my children’s sports and basically just living a normal suburban life and building “the dream” the life post children leaving school and before being too old too this too that too something else.

Rosemary McKenzie-Ferguson with twin grandsons
Rosemary McKenzie-Ferguson with twin grandsons

Then my workplace injury happened and in less than the blink of an eye life as I knew it came to an end.
I won’t dwell on the incident as to be honest I really don’t need to relive it again.

What I will tell you is that I never experienced such blinding pain and such a toxic feeling of fear. Over the years I have tried to understand it, I have tried to explain it and I have tried to forget it. Now I just live with it in a never-ending dance that is at times frenetic and at other times oddly normal.

After injury

Post injury my life became a living nightmare or fear, addiction to prescription medication, and endless downward spirals.

Decide the path to take

At a point I knew I had to decide the path to take. Let me pause here, path taking is not as easy or as glamorous as it is portrayed to be. There are no signposts, there is no guru there is nothing that appears with a signpost pointing in “that” direction. And in many ways (with the benefit of hindsight) I did not make the choice, it was made for me and I went along as the unwilling reluctant student.
During the first 5 years I met people who had also been injured at work, a pattern started to form, I started to ask questions and I was more than frustrated because the answers I was getting did not match what I was seeing. This is where the choice really does come in. At the point I had two choices: walk away and say “that sucks” or stand and learn and fathom out what the conundrum in front of me really was.
I have never been good at walking away, I knew too much to do that, but I didn’t know enough to make a stand.

There are no university courses that I could sign up for to teach me what I wanted to know and the truth is I didn’t have any idea just what it was that I wanted to know.

Rosemary McKenzie-Ferguson – Global Goodwill Ambassador Australia

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New Global Goodwill Ambassadors

Linkedin Global Goodwill Ambassador – Thank you so much

What’s the news? The second Global Newsletter of Global Goodwill Ambassadors is published March 15th, 2018 – see below

 The first Global Newsletter of Global Goodwill Ambassadors has been published on Valentines day – Founders’s letter and more see below

— for German version please scroll down — deutsche Version siehe unten —

— intervista con Richard DiPilla in LONG TERM ECONOMY sull’ italiano vedi sotto —

LinkedIn Global Goodwill Ambassador – thank you so much

I woke up in a dream. LinkedIn Global Goodwill Ambassador (in 09/2017 screenshot above) – Brand Ambassador (in 12/2017) and Member Global Executive Board of Global Goodwill Ambassador as Director of Digital Communications (in 01/2018).

Director of Digital Communications Global Goodwill Ambassadors Executive Board – Hans-Jürgen John
Brand Ambassador – Hans-Jürgen John


So many fans and kind people wishing me the very best. Thank you so much.

– for some of the following links you need to be logged in LinkedIn –

It is an honor to receive the titles LinkedIn Global Goodwill Ambassador and Brand Ambassador and use them to make this world a little better.

Thank you so much Richard DiPilla and the Board. For choosing me, for introducing me.

Global Goodwill Ambassador:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6315167665547735040/

Brand Ambassador:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6347484492617310208/

Director of Digital Communications:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6354885932340043776/

I have a simple view: I try to help.

We all have a choice. Every day we hear bad news from all over the world. It can make us desperate. It can shock us.

There is a simple truth and it is not in the headline news. It is true indeed: This world is full of people who are kind. You see some of them when you open your eyes. Some need encouragement. They are real – in every town, village, every street, in every family. These people are near us despite the headline news. And these people reinvent our world in a million ways every day. I am sure that you are one of them. Thank you.

I am proud to support voluntary some of them. E.g. former member of the Swiss Parliament Roland Wiederkehr – honored Global Goodwill Ambassador and Director Switzerland.

Roland Wiederkehr – honored Global Goodwill Ambassador and Director Switzerland

He founded Green Cross (together with Mikhail. S. Gorbachev) to overcome the residues of the cold war. And with his organization CareCross (website soon in English) he reduces traffic accidents worldwide and helps victims – because 1,3 mio. fatalities annually on the worlds roads and 500 dead children every day on their way to school (WHO) are one of the biggest scandals. Roland Wiederkehr got the President’s award of the European Traffic Police Network for the thousands of lives he already saved. It is an honor for him to be LinkedIn Global Goodwill Ambassador. He needs support for his organization CareCross. His aim is to help reduce road accidents in development countries and support victims.

Roland Wiederkehr is a wonderful person and role model. Some of us go to cinema or watch films at home in order to see heroes. This one is real.

To watch and understand the following video you need not to know any spoken language:

SAVE KIDS LIVES – a film directed by Luc Besson

Claude Ribaux / Zürich / Switzerland is a mastermind of hypnotic therapy. He coaches persons, companies, NGOs …. https://www.clauderibaux.ch/en/

 Bea and Claude Ribaux

His dedication is to help thousands of refugees to cope with the traumas of war, eviction, and violence. Soon his CASPEA Foundation in Switzerland will post the new campaign against Post Traumatic Stress Disorder (PTSD). Returning from a Hypnosis Convention in the United States he spoke at the 5th International Hypnosis Convention in Zürich (October 27th – 29th, 2017) about how to improve learning abilities by active-alert hypnosis.

Bea Ribaux is the author of several books. She helps children who suffer from dyxlexia.

Bea and Claude Ribaux were very happy that I publicly thanked them here. They mention me, Roland Wiederkehr (the other workshop participants) and Richard DiPilla and Global Goodwill Ambassadors in their article:

coach365.ch/2018/01/unglaublicher-aufstieg-nach-aktivwach-hypnose-kurs/

– for english version scroll down in their article –

That’s gratitude!

It is one of my biggest joys in life that I can contribute voluntary to such initiatives. And I am glad that I am not alone. I have a circle of true friends around me who, in turn, support me.

Matthias Wiemeyer and Petra Huber

Matthias Wiemeyer and Petra Huber helped me in many ways and continue to be a source of advice and encouragement. I joined their workshop online-journalist in 2015. Writing for websites. Online-marketing. How to start a social media campaign. Great experience and output!

For all kinds of workshop concerning writing and marketing check out Schreibszene

Never forget from where you started:
When I had no job I got the chance to join https://derarbeitsmarkt.ch

Half a year I learned a lot there. How to write. How to make video interviews. How connect to other professionals worldwide. Special thanks to Robert Hansen, Rita Gabathuler-Dux, Carmen Püntener, Paola Pitton, Daniela Palumbo, Simone Gloor, Anja Piffaretti, Doris Urfer … and many more.

Jörg Mathys from Kölliken is my former employer and a close friend. He is a modest farmer and hard worker. And a role model for me. Be trusting. Be kind. Even to the grumpy, the disappointed, the misguided. Give them a chance and one day they will change their mind and be kind and supporting, too.

Several times I thanked him and his family:
https://johntext.ch/danksagung/

My employer Migros Basel is part of the big retailer Migros here in Switzerland.

I got the chance to work for the Marketing Services Department. The world of business is hard. Competition, hire and fire are words which reign this world.

Migros is different and makes a difference. It employs people who cannot find another job because they have disabilities or because they are older than 50 years. The company gives 1 percent of its total revenue !!! back to society. It supports film, art and social activities. I a world which experiences tax income decreases and governments have to save money this company takes over moral responsibility. Great role model for business worldwide!

More: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6315496925781073920/

Gottlieb Duttweiler is the founder of Migros. Gottlieb and his wife Adele Duttweiler transferred ownership of Migros to their customers. The Adele und Gottlieb Duttweiler Stiftung ensures the future work of Migros as a cooperative. The Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) is named after the founder of Migros – one of its principles is “Focus on people and not on capital”. It is an independent think-tank and the oldest organisation of its kind in Switzerland.

Richard DiPilla and his Global Goodwill Ambassadors Foundation is like a rock, an island in this world.

It has the potential to change dark to light, war to peace, hungry to satisfied and hate to love. It already started to change the world. First one person, one idea. And now it covers the world, like a carpet of green grass after a fire, like a carpet of love and goodwill. There are about 1600 Global Goodwill Ambassadors.

Please follow and support Richard DiPilla:

By following him you seed love and peace worldwide.

How to become a LinkedIn Global Goodwill Ambassador?

To find out exactly you have to follow Richard DiPilla on LinkedIn first. Here some hints from his timeline.

Who can nominate you as a Global Goodwill Ambassador?

Who can nominate you as a Global Goodwill Ambassador?

We recognize you are a Global Goodwill Ambassador!

We recognize you are a Global Goodwill Ambassador - Richard DiPilla

Global Goodwill Ambassadors around the world for peace, justice and humanity!

Rules for becoming a LinkedIn Global Goodwill Ambassador
Love and Goodwill is spreading around the Globe - Richard DiPilla

Living in peace and creating a global stable society – it starts in your family and then love and Goodwill is spreading around the Globe.

Richard DiPilla – founder of Global Goodwill Ambassadors – on being good to others and on all you need to know about his initiative Global Goodwill Ambassadors.
http://lteconomy.it/en/topic-interviews-en/interviste/richard-dipilla-global-goodwill-ambassadors

Vivere in pace e creare una società globale stabile – inizia nella vostra famiglia e poi l’ amore e la buona volontà si sta diffondendo intorno al globo.

INTERVISTA CON Richard DiPilla - Fondatore Global Goodwill Ambassadors - LongTerm Economy

Richard DiPilla – fondatore degli Global Goodwill Ambassadors – parla del compito di rafforzare la bontà.

INTERVISTA CON Richard DiPilla – Fondatore Global Goodwill Ambassadors (GGA) – Long Term Economy:

Vivere in pace e creare una società globale stabile – inizia nella vostra famiglia e poi l‘ amore e la buona volontà si sta diffondendo intorno al globo.
Global Goodwill Ambassadors March 2018 Newsletter

Whats new in the world of Goodwill? – Global Goodwill Ambassadors – Newsletter 03 – 2018

03-2018-Global-Goodwill-Ambassadors-founded-by-Richard-DiPilla-Newsletter

The March 2018 GGA Newsletter is huge. These links bring you directly to the content:

March 2018 Newsletter Global Goodwill Ambassadors

New Global Goodwill Ambassadors in March 2018

Richard DiPilla honored Ambassador of Peace

Richard DiPilla – Founder’s Letter March 2018

Global Board Announcement March 2018

Brigitte Bardot is Global Goodwill Ambassador from France

Jaya Kamlani – India’s social conscience

Global Goodwill Ambassador Spiritual Veda about our strongest abilities

Poetry by Alaha Ahrar

My Life – Isabel Costa

Ravi Kumar from India

Short story by Sharon Bingert

Global Goodwill Ambassador Zubair Ahmad Khugyani

Short story by Rosanna-Bonci

Joud Mushaweh about Syria

Global Goodwill Ambassador Prerana Sharma, India

Global Goodwill Ambassador Balwinder Singh

Global Goodwill Ambassador Sultana Daliri

Deborah Levine interviews Global Goodwill Ambassadors

Global Goodwill Ambassador Dr. Nadia-Cheaib interviewed

Global Goodwill Ambassador Abdul Asill Azizi interviewed

Global Goodwill Ambassador John Hood

Global Goodwill Ambassador Rosemary McKenzie Ferguson

GGA Dr. Swati Chakraborty about Holi

Global Goodwill Ambassador Luìza Palma

Farheen Lodhi about Afghanistan

Global Goodwill Ambassador Barbara Everett Heintz

Poet Sanja Arsenovic from Serbia

Jaimin Shah from India about his humanitarian work

Wonderful Initiative by Richard DiPilla – Global Goodwill Ambassadors – Newsletter 02 -2018

Global Goodwill Ambassadors - Newsletter 02 - 2018

Global Goodwill Ambassadors – Founder’s Letter – Richard DiPilla

Richard DiPilla - Founder of Global Goodwill Ambassadors (GGA)
The Beginning of Global Goodwill Ambassadors

From its humble beginnings, four years ago, I sought to highlight the Goodwill work of a single LinkedIn Connection. The birth and growth of the Global Goodwill Ambassadors were born. Almost immediately, other connections were telling me their stories and the humanitarian work they did for the love of goodwill for all. We witnessed a chain of narrative voices.

I could hardly comprehend, that there was and still is a thirst for learning about global humanitarian efforts. A residual affect was an understanding that the mainstream news defined, countries, nations, regions, races, genders, and castes, of geo-political reporting. However, there was much more time with the coverage of a terrorist attacks, but no coverage of all the heroes in these countries, who were saving lives and doing selfless work to make the world a better places.

Global Goodwill Ambassadors Mission

Four years later the Global Goodwill Ambassadors has nearly 2000 designees and a structured board in many countries. Our simple mission has remained as pure. And that was on the first day! We recognize individuals who are engaged in humanitarian work without bias or commercialization.

The later is what keeps us pure as possible. No, we have no website. Websites can put many people in difficult regions at security risk.

We have a LINKEDIN company page and group page that can be found at: Global Goodwill Ambassadors (GGA). We also have a presence on many other social media; but our catalyst is the LinkedIn profile, the volunteer and humanitarian work individuals have listed.

By using the company page you can list your designation with our official logo. We have nomination guidelines with a committee, and a GGA Executive Board.

Global Goodwill Ambassadors Executive Board

Ted Batchelor serves as our General Council and has a duel role as Chairman of Canada.

Lisa Jones serves many key roles, International Development, Training, oversight of our Screening Committees, Executive of Profile Production, Executive Steering Committee.

Hans-Jürgen John

Hans-Jürgen John is our Director of Digital Communications and the Publisher of our GGA Newsletter.

Anthony J James

Anthony James is our World Communications Director.

Our Executive Advisors are often names you will recognize as nominators of Ambassadors. We have Country Chairpersons and Directors, Nomination and Engagement Directors, and GGA Brand Ambassadors.

Each person does his/her part to grow our ambassador numbers. With each new designation we are extending the reach of goodwill.

In a recent article that I would like to tell my grandchildren, that rather than sit idly by, I did something to bring a sense of peace and harmony to the world. The truth is, every Global Goodwill Ambassador, can say the same thing.

The sum total of expense and profit in currency for this initiative is ZERO. Our only currency is Goodwill. I challenge all people who read this newsletter to do good deeds and give back to the world. We all share the same world. Don’t just take, give back to make it a better place. As a GGA you will join together with people who are doing the same.

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Richard DiPilla

Founder Global Goodwill Ambassadors

Berkshire Hathaway BHMG INC.

Corporate Markets Development

Richard DiPilla is on LinkedIn. Please follow there his account.

The second Global Newsletter of Global Goodwill Ambassadors will be published March 15th, 2018:

Newsletter Deadline Global Goodwill Ambassadors

I commented to a LinkedIn-Post of Vincent Coyle who founded Reconciliation Day:

Vincent Coyle

“Hate and destruction can be aims of humans. These humans cannot follow opposing aims at the same time. Replace old aims by new: love and education = reconciliation”.

The trick is to let words change the world.

I still feel like I woke up in a dream come true and have to realign myself first. I am overwhelmed and thank you all for your kind words.

All those who supported me in the past but are not mentioned here: Thank you so much!!!

Hans-Jürgen John – Worte bewegen die Welt

Hans-Jürgen John – Worte bewegen die Welt

Für die Publikation des FAU – Fokus Arbeit Umfeld, den «Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2016» wurde ich im Januar 2017 vom Chefredakteur «der Arbeitsmarkt» Robert Hansen interviewt. Im Mai erschien das Magazin.

FAU ist eine Non-Profit-Organisation im Bereich Arbeit. Sie begleitet und fördert hochqualifizierte Menschen und unterstützt Kundinnen und Kunden nachhaltig bei der Nutzung und Erweiterung ihrer Fähigkeiten. FAU wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unterstützt und bietet Stellensuchenden nachhaltige Qualifizierungen.

Das Interview ergab sich ein halbes Jahr nach meinem Praktikum dort. Die Redaktion «der Arbeitsmarkt» befindet sich auf der gleichen Stockwerksebene mit der Klientel des FAU. Ein reger Austausch zwischen Projektmanagern und Journalisten ist möglich und naheliegend.

Ich traf dort ganz wunderbare Menschen: Journalisten, Projektmanager, Firmenlenker – kurz Menschen mit Visionen und auf dem Sprung in den nächsten Job oder die Selbstständigkeit. Perfekt für Austausch, Netzwerken und persönliche Weiterentwicklung mit Unterstützung durch Coaches.

Sehr empfehlenswert!

FAU Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2016

Artikel im Rahmen des Praktikums bei derarbeitsmarkt.ch:

Matthias Wiemeyer, Schreibschulleiter der Schreibszene GmbH, im Porträt: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/wenn-manager-schreiben
Al Imfeld über seine liebste Beschäftigung das Schreiben: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/mein-tag-als-autor
Weltweit vernetzen. So geht es: https://derarbeitsmarkt.ch/de/meinung/umsonst-vernetzen
Kurt Müller, Antiquitätenhändler aus Zürich im Videointerview: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/haendler-mit-passion
Die Pressekonferenz: FIFA-Ikone Joseph S. Blatter am Zürichberg vor mehr als 70 Journalisten aus aller Welt. https://derarbeitsmarkt.ch/de/thema/blatters-ballverlust
Klaus J. Stöhlker, PR-Berater Blatters im Kurzinterview bei nämlicher Pressekonferenz: https://derarbeitsmarkt.ch/de/interview/gut-gemeint-genuegt-nicht
Kay Melliger, Nachwuchs im Schweizer Springreiten, über seine Leidenschaft: https://derarbeitsmarkt.ch/de/interview/der-springreiter
Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann im Porträt: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/abbilder-der-realitaet
Thomas Stark aus Zwingen startet mit der Starkstrom GmbH in die Selbständigkeit: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/der-name-ist-programm
Abdelbagi Shahto, Künstler, Anwalt und Menschenrechtsaktivist aus Rafz (ZH) stellt aus: https://derarbeitsmarkt.ch/de/portraet/flucht-die-kunst
Regula Zellweger, die Laufbahnberaterin im Interview: https://derarbeitsmarkt.ch/de/interview/arbeit-ist-auch-leben

Diese Artikel gibt es auch bei Johntext Schweiz:

https://johntext.ch/wenn-manager-schreiben/
https://johntext.ch/umsonst-vernetzen/
https://johntext.ch/al-imfeld-mein-tag-als-autor/
https://johntext.ch/kay-melliger-der-springreiter/
https://johntext.ch/abbilder-der-realitaet/
https://johntext.ch/haendler-mit-passion/
https://johntext.ch/der-name-ist-programm/
https://johntext.ch/flucht-in-die-kunst/
https://www.johntext.ch/arbeit-ist-auch-leben/
https://johntext.ch/blatters-ballverlust/
https://johntext.ch/gut-gemeint-genuegt-nicht/

Hans-Jürgen John ist auf Linkedin auf Twitter und auf Facebook. Er bloggt auf Johntext Schweiz.

Abbilder der Realität

FOTOS UND TEXT: Hans-Jürgen John

Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann – Abbilder der Realität

Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann vor dem Bistro des Kinos «RiffRaff»

Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann vor dem Bistro des Kinos «RiffRaff».

Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann erhielt für seine Filme etliche Auszeichnungen. Seine Filme kreiert er nicht nur aus seinem Kopf. Er muss viel erleben, um es dann filmisch umzusetzen.

Frühling ist es und warm. Der Regisseur von «Heimatland» betritt in Jeans und T-Shirt die Kinobar im RiffRaff in Zürich. Mit dem Skateboard unterm Arm bestellt er einen Espresso. Im Herbst kommt «Europe, she loves» in die Kinos. Premiere war auf der 66. Berlinale.

Ein Interview mit ihm zu bekommen, ist schwer. Nach drei Monaten hat es geklappt. Wir sind allein. Die getönte Scheibe im Rücken von Jan Gassmann spiegelt Fussgänger und ab und zu ein Fahrzeug.

«Im RiffRaff arbeitete ich früher. Hier sind alle unsere Filme gelaufen.» Er gehe gerne ins Kino. Aus Spass und Neugierde und über das berufliche Interesse hinaus. «Wann immer ich es mir leisten kann», fügt er hinzu.

Gassmann dreht sich eine. «Natural American Spirit.» Wozu er Filme drehe, frage ich und weiss längst, dass er eine soziale Ader hat. Sonst würde er in seinen Filmen nicht Autisten, Homosexuelle oder Krebskranke in den Mittelpunkt stellen.

Es sei einfach «der Wunsch, Geschichten zu erzählen». Inhalte so zu transportieren, dass Zuschauer sie aufnehmen könnten. «Wenn alles gut läuft, bin ich als Künstler mehr verloren, als wenns schlecht läuft.» Gerade der Misserfolg und Neues spornten ihn an. Seit 14 Jahren mache er längere Filme. «Ich habe den Anspruch, besser zu werden. Weiterzukommen. Mich selber herauszufordern, ist das Ziel. Projekte zu machen, die ich noch nicht versucht habe.»

«Zuschauer herausfordern und zum Denken anregen»

Filme mit Vorbildcharakter? Er lacht. Nein, das sei sicher nicht seine Aufgabe. Die Realität bilde er im Film ab. «In meinen Filmen gibt es Sexualität, Drogen und alles Mögliche, was uns das Leben so anbietet.» Gleich schränkt er ein: «Im Film geht es nicht um die perfekte Abbildung. Er bringt die Phantasie im besten Fall ins Rollen.»

Ein anderer Aspekt ist ihm wichtig: «Unserer Welt fehlt es an Helden.» Und so kommen seine Filme ohne aus. «Eher mit Antihelden.»
Früher, ja früher wollte er mit seinen Filmen etwas erreichen, auch politisch. Heute sieht er das weiter: «Film muss keine Lösung oder Handlungsanweisung sein. Meine Filme sollen den Zuschauer herausfordern und zum Denken anregen.»

Nach und nach sind die Tische um uns herum alle besetzt. Liegt es an dem bekannten Filmregisseur oder an der freitäglichen Aprilsonne? 2008 erhielt er allein für «Chrigu» den Berner und den Zürcher Filmpreis und 2009 den Preis der Schweizer Filmkritik und den Prix Walo. Weitere Preise für weitere Filme folgten. «Chrigu» liege ihm nach all den Jahren immer noch sehr am Herzen.

Genügsam

Was verbindet den privaten Jan Gassmann mit dem Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann? Er lebe sehr intensiv. «Exzessiv im Leben und exzessiv in der Arbeit.» Liebe, Party, Drogen – das alles gehöre irgendwie zum Leben dazu. Das ganze Leben bestehe sicher nicht daraus. «Im Exzess fällt einem nichts zu.» Er inspiriere allenfalls.

Der Schweizer Filmregisseur Jan Gassmann liebt Zürich. Er vermisst hier nur das Meer.
Jan Gassmann liebt Zürich. Er vermisst hier nur das Meer.

Für Gassmann gibt es unterschiedliche Regisseure. «Die einen kreieren alles aus ihrem Kopf.» Er gehöre sicher zu denen, die vieles erleben müssen und es dann filmisch umsetzen.

Wo wir beim Vergleich mit anderen sind: Es gebe Leute, die seien schon aufgrund der Herkunft privilegiert. «Ich habe die Welt eher von der Mitte und von unten gesehen. So hat alles bei mir eher mit Wille und Arbeit zu tun und weniger mit Connections oder so.»

Er habe sich das Leben bereits sehr früh selber finanzieren können. «Als Cutter oder über Nebenjobs.» Er sieht zu den getönten Scheiben des Bistros hinüber, zu dem ein Kino gehört.

«Ich fühle mich sehr frei in dem, was ich mache. Mein Leben ist recht skalierbar. Ich kann mal mehr Geld haben und mal weniger. Ich habe nicht besonders viele Wünsche.» Er brauche wenig zum Leben. «Ich kaufe ab und zu mal eine Schallplatte. Thatʼs it.»

Unabhängig

Hager ist er, fast dünn. Wichtig sei, was man zu sich nehme. «En guete Zmorge und dann einmal eine Mahlzeit am Tag» reiche ihm. Als Student lag ihm Pasta, jetzt seien es eher Kartoffeln in jeglicher Zubereitung, mal Fisch und Salat.

Ist in seinem Leben Platz für Kinder und damit Familie? Ja, bestimmt. Wie sich das halt ergebe.
«Ich habe keinen Lebensplan, der mir sagt: Jetzt bist du 32. Jetzt musst du dich so verhalten.» Es gebe für ihn nicht ein Ziel oder eine Zufriedenheit. Das «Wichtigste auf der Welt» existiere für ihn nicht.

«Das Zwischenmenschliche zählt sehr viel für mich.» Ungekämmt und mit Dreitagebart sitzt er mir vor dem Bistro gegenüber. Ist sein Äusseres der Filter, mit dem er sich Menschen auf Abstand hält, die Kontakte nach dem Aussehen knüpfen?

Er legt beide Hände auf der Tischkante ab. Richtig sei, intensiv zu leben. Den Moment mitzunehmen. «Das Licht macht den Schatten und umgekehrt.» Wenn etwas wichtig sei, dann verschiedene Momente. Und davon wieder die problematischen. Da ist sie wieder. Seine Art, sich zu motivieren. Über alles, was nicht rund ist und nicht rund läuft.

Er reist gerne. Der 32-Jährige war in den USA. In Thailand, dem Senegal und Mexiko und auch ein Jahr in Ecuador, teilweise mit Stipendium. «Mit dem Auftrag, für einen Film zu reisen, ist nochmals sehr viel interessanter, als nur zu relaxen. Du hast sofort Kontakt zu den Leuten.»

In Indien hat er auch gedreht. Und er sei gerne immer wieder in Zürich. «Es gibt hier ein breites Angebot. Und viel Kontrast. Das mag ich sehr gerne an dieser Stadt.»

In Geld sieht er vor allem ein Mittel. «Geld ist okay. Ich beklage mich nicht. Ich kann von den Filmen leben. Das Einzige, was ich in Zürich vermisse, ist das Meer. Sollte ich einmal viel, viel Geld haben, werde ich mir irgendwo in einem Dörfchen eine kleine Wohnung mieten.»

Unabhängig zu sein, sei ein extremes Privileg im Vergleich zu anderen. «Es ist aber nicht geschenkt. Filme machen ist nicht wie eine Karriere, in der alles immer grösser wird. Oft gibt es einen Bruch.»

Vier Jahre an einem Projekt zu arbeiten, und dann komme es nicht zustande – das sei möglich.
Was macht er dagegen? Zurzeit arbeite er an zwei bis drei Projekten gleichzeitig. Komme eines nicht zustande, so greife er auf ein anderes zurück. Und werden alle realisiert? Er lacht. «Ich habe dann auf einmal sehr, sehr viel zu tun.»

«Europe, she loves» im Herbst in den Kinos

Tastet er sich nach mehreren Filmen mit sozialem Hintergrund an einen Kassenknüller heran? «Europe, she loves» spielt in verschiedenen europäischen Ländern. Und es dreht sich um Beziehungen.

Jan Gassmann bleibt bescheiden und skeptisch. Der Film ist eher melancholisch. «Es gibt keine Formel.» Viele machten den Film, der die Massen bediene. Und scheitern. Auch die Amerikaner hätten die todsichere Formel nicht. Viele Schweizer Filme schafften es nicht, das Geld einzuspielen, das sie gekostet hätten.

Fazit? «Ich erzähle im Film erst einmal das, was mich interessiert.» Erfolg dürfe nicht die primäre Motivation sein. «Steckt die falsche Motivation hinter einem Ziel, kommt der Erfolg nicht.»

Sein filmisches Erbe kümmere ihn wenig. Sicher sei es ein Nebeneffekt, dass seine Filme Momentaufnahmen ihrer Zeit seien. «Und im besten Fall langsam altern.» Er wiederholt: «Viel wichtiger ist mir, was ich im zwischenmenschlichen Bereich, in der Familie, den Beziehungen und mit Freunden hinterlassen kann.»

Die Ideen für seine Filme kommen ihm spontan. «Europe, she loves» fiel ihm unter der Dusche ein. «Ein Film mit viel Risiko.» Sie fuhren im Team 20 000 Kilometer durch Europa. Niemand wusste, ob der VW-Bus das durchhalte. Ob sie genügend Pärchen für die Dokumentation finden würden.

Ja, den Führerschein habe er. Und der VW-Bus sei der Firmenwagen für alle. Mit Julia Tal und Lisa Blatter hat er 2012 die Produktionsfirma 2:1 Film gegründet.
Spricht, nimmt sein Skateboard und surft die Strasse hinunter.

Dieser Artikel wurde am 15.06.2016 auf https://derarbeitsmarkt.ch veröffentlicht.

Die Liste aller dort veröffentlichten Artikel finden Sie hier:
https://johntext.ch/worte-bewegen-die-welt/

Händler mit Passion

TEXT: Hans-Jürgen John
Video: Nana do Carmo, Hans-Jürgen John

Händler mit Passion

 
Kurt Müller, 65, startete als Maschinenmechaniker. Beruflich glücklich ist er als selbständiger Antiquitätenhändler mit eigenem Verkaufsladen in Zürich. Schon als kleiner Bub entdeckte er in sich die Leidenschaft für Möbel mit Geschichte.

«Günstig einkaufen und günstig verkaufen» ist das Motto des gebürtigen Zürcher Oberländers Kurt Müller. Meist ersteht der Antiquitätenhändler ganze Wohnungseinrichtungen aus Nachlässen. «Das Gute» stellt er in seinem Laden in Zürich Wiedikon aus. Gefragt sind aktuell Möbel aus den Jahren 1850 bis 1920. Das meiste andere wandert in sein Lager. Und bleibt dort, bis es wieder in Mode kommt. Mit seinen Geschichten über Sammlerobjekte und andere Schätze, die er entdeckt hat, könnte der 65-Jährige ein Buch füllen.

Aufgeregt erzählt er etwa von der Barbie-Puppe in Originalverpackung, die aus einer Wohnungsauflösung stammt und die er für über 2800 Franken verkauft hat. Die Geschichte vom berühmten Mann aus Zürich, der verstirbt und seiner italienischen Haushälterin alles vermacht, werde er nie vergessen. Über Monate hinweg geht er immer wieder dort vorbei und kauft der Erbin etliche Stücke ab, «wenn ich wieder etwas Geld im Sack hatte».

 
Dieser Artikel wurde am 20.04.2016 auf derarbeitsmarkt.ch veröffentlicht.